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Über das Schreiben: Der perfekte Schreibplatz

4 Tipps für eine inspirierende Schreibumgebung

OK, heute schreibe ich einen tollen Text über das Schreiben … Voll motiviert klappe ich das Laptop auf, fröhlich huschen die Finger über die Tastatur. Noch rasch ein paar Tippfehler korrigiert, und schwupp, fertig ist das Meisterwerk! So läuft das bei mir – in meinen Träumen.

 

In der Realität habe ich mich früher entweder viel zu leicht ablenken lassen; oder es war eine Quälerei, überhaupt ins Schreiben reinzukommen.

 

Irgendwann habe ich mir Zeit genommen, um herauszufinden, was ich eigentlich brauche, wenn ich beim Schreiben wirklich vorankommen will: Konzentration und Inspiration.

 

Dazu gehört natürlich auch der perfekte Schreibplatz, und um den soll es heute gehen.

 

Hier sind vier Tipps für einen Schreibplatz, der deine Produktivität fördert

Schreibtisch mit Katze. Der perfekte Platz für kreatives Schreiben.
4 Tipps für den perfekten Schreibplatz. Kreativers schreiben.

Schreibbooster 1: Gestalte deinen Arbeitsplatz immer auf gleiche Weise.

Das heißt, du räumst weg, was dich ablenkt und packst aus, was dich aufs Schreiben fokussiert. Das gilt auch, wenn du zum Schreiben gerne zwischen Tisch, Sofa und Balkon wechselst: Der lästige Papierkram wird in den Ablagekorb gelegt und, sagen wir, unter den Tisch geschoben, und die Kaffeetasse von gestern kommt in die Küche – das war’s aber auch schon! Abwaschen ist Haushaltsarbeit, Papierkram ist ein anderes Mal dran. Denn jetzt ist deine Schreibzeit, und die ist kostbar.

 

Sobald du dir „freie Bahn“ geschaffen hast, legst du deine Schreibsachen bereit: Laptop, Lieblingsstifte, Papier, Notizblock, was immer du brauchst.

 

Zu deinen Schreibsachen gehören auch „Ritualgegenstände“ wie Kerze, Tee oder Kaffee, eine inspirierende Karte oder ein Glücksstein. Die letzten beiden haben den Vorteil, dass du sie auch außerhalb von zu Hause benutzen kannst, wenn du zum Beispiel im Café schreibst.

 

Kleine Rituale unterstützen durch die festen Abläufe das Gehirn dabei, sich darauf einzustellen, dass jetzt Schreiben angesagt ist!

 

Ob dich eine Playlist beschwingt, oder du Ruhe brauchst, ob du gerne mit Fensterblick arbeitest oder dich zum Schreiben lieber abschottest – das ist ganz individuell. Mich lenkt Musik zum Beispiel ab, aber Café-Geräusche (gibt es sogar als App) oder weißes Rauschen funktioniert für mich gut.

 

Schreibbooster 2: Berücksichtige deine aktuelle Schreibphase.

Jedes Schreibprojekt durchläuft mehrere Phasen: von der ersten, vielleicht noch vagen Idee, bis zum fertigen Text (hurra, geschafft!)

 

Die Einrichtung des perfekten Schreibplatzes kann je nach Phase unterschiedlich sein: Wenn du noch in der Planung bist, brauchst du vielleicht dein Handy, um inspirierende Bilder für deine Story zu finden; du legst den Notizblock parat, damit du spontane Ideen aufkritzeln kannst und tigerst hin und her, weil das deine grauen Zellen anregt. (Funktioniert fantastisch beim Dichten – probier’s mal aus!)

 

Wenn du dagegen innerhalb kurzer Zeit viele Zeilen schaffen möchtest, ist es absolut sinnvoll, dich vom Internet abzustöpseln und am Platz zu bleiben, bis zum Beispiel der Timer losgeht.

 

Schreibbooster 3: Vergiss den Körper nicht!

Klar, Schreiben ist vor allem ein geistiger Prozess. Aber gerade durch die einseitige Haltung besteht die Gefahr von Verspannungen.

 

Ein Timer erinnert dich regelmäßig daran, zwischendurch aufzustehen und dich schön durchzudehnen. Suche zum Beispiel einfach mal im Netz nach „Büro + Yoga“, da findest du viele Übungen. Und ein Stehtisch oder ein Luftkissen sorgen für Abwechslung. Kaffee hält zwar munter, aber stell dir vielleicht eine Kanne mit Wasser oder Kräutertee dazu. Kleine Pausen halten den Denkapparat frisch; am besten nutzt du sie gleich, um zu lüften oder deinen Denkapparat auf dem Balkon ordentlich durchpusten zu lassen. Vergiss also nicht: Wenn du schreibst, schreibst, dann sind Geist und Körper daran beteiligt – und im Idealfall natürlich auch das Herz!

 

Schreibbooster 4: Kenne deinen Rhythmus – und deine Macken

Das Internet ist voll von Ideen zum Thema Produktivität. Die einen predigen Minimalismus, die anderen schwören auf Mutmach-Sprüche über dem Schreibtisch. Aufstehen um fünf Uhr oder tägliche Vorgaben für die Anzahl zu schreibender Wörter sind aber nicht für jeden motivierend. Fühle dich frei, etwas Neues auszuprobieren, eventuell abzuwandeln und, wenn es für dich nicht passt, fallen zu lassen.

 

Ich weiß zum Beispiel inzwischen, dass ich immer ein bisschen Zeit brauche, um mich ins Schreiben einzugrooven; manchmal komme ich mir vor wie ein Hund, der ein paarmal um sich selbst kreist, bevor er sich endlich hinlegt, aber ich bin eben am produktivsten, wenn ich mir diese Zeit gebe.

 

Erinnere dich, wann du das letzte Mal richtig produktiv warst. Wann und wo hast du geschrieben? Vielleicht gibt dir das wichtige Hinweise darauf, was dich in den Schreib-Flow bringt.

 

Fazit: Erkenne dich selbst, bleib locker – und schreib!

·         Betreibe ein bisschen Selbstforschung. So findest du deine individuellen, optimalen Schreibbedingungen heraus.

 

·         Mach’s dir nicht schwerer als nötig.    

 

·         Sei nett zu deinem Körper - auch beim Schreiben!

 

·         Regeln sind gut, aber sie sollten dir dienen, nicht umgekehrt.

 

Wo und wann arbeitest du am besten? Kannst du deine Kreativität auch zwischen Tür und Angel anknipsen? Wenn ja, dann verrate mir bitte das Geheimnis ;-) Schreib deine Erfahrungen gerne in die Kommentare.

 

Ich hoffe, meine Schreib-Tipps inspirieren euch.

Herzliche Grüße!

Signe

 

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